PDF-Download Der Schatz des Herrn Isakowitz
Der Schatz des Herrn Isakowitz

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Produktinformation
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Audible Hörbuch
Spieldauer: 6 Stunden und 28 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Lübbe Audio
Audible.de Erscheinungsdatum: 16. April 2015
Sprache: Deutsch, Deutsch
ASIN: B00UI8G3AK
Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 28.385 in Audible Hörbücher & Originals (Siehe Top 100 in Audible Hörbücher & Originals)
Locker und unterhaltsam beschreibt hier der Sohn einer nach Schweden ausgewanderten Familie, die Suche seines Vaters nach Spuren der Vergangenheit im ehemaligen Deutschen Osten. Der realistische Sohn und das fröhliche, freche Enkelkind sind ganz im 21.Jahrhundert zu Hause und lassen keine Nostalgie aufkommen.
Das Buch ist so herrlich wunderbar! Man lacht viel über die 3 Personen die zusammen gereist haben. Die historische Gesichte kommt auch ganz gut und klar durch....ABER ich habe nur das Buch auf Schwedisch gelesen. Bald kann man das Buch auf 13 verschiedene Sprachen lesen!
In dem autobiografischen Roman â€Å¾Der Schatz des Herrn Isakowitz“ widmet sich der schwedische Autor Danny Wattin dem Schicksal seiner jüdischen Familie unter den Nazis. Einigen Mitgliedern gelang damals die Flucht aus Deutschland nach Schweden.Der Roman springt zwischen Nazi-Vergangenheit und Gegenwart, in der Vater, Sohn und Enkel eine Reise ins polnische Kwidzyn unternehmen, dem früheren Marienwerder. Dort lebte ein Teil der Familie bis in die 40er-Jahre. Der Familienlegende nach hat einer der Vorfahren im Garten einen Schatz vergraben, um ihn vor den Nazis zu verstecken. Und den wollen die drei heutigen Familienmitglieder nun heben.Das Buch ist vor allem für Leser interessant, die ein geschichtliches Interesse am Thema Judenverfolgung haben. Es zeigt, wie schwer es für einen deutschen Juden Anfang der 40er-Jahre war, ein Einreisevisum für Gastländer wie Schweden zu erhalten – und falls das doch gelang, wie sehr die Juden in der Folgezeit auch dort als billige und rechtlose Arbeiter ausgenutzt wurden. In diesem Vergangenheitsteil, den der 1973 geborene Autor unter anderem durch Interviews mit den Überlebenden recherchiert hat, kommen sehr viele Namen vor, und man muss als Leser aufpassen, um immer zu wissen, welcher Onkel und welche Tante in welchem Verwandtschaftsverhältnis zu den Hauptfiguren stand. Das ist etwas ermüdend. Ein Namensglossar wäre hilfreich.Der Gegenwartsteil, die Autofahrt von Schweden nach Kwidzyn, ist ein mäßig spannendes Roadmovie. Vater und Sohn streiten sich fast die ganze Zeit über Kleinigkeiten wie die Benutzung eines Navigationsgerätes. Und der Enkel Leo ist als Siebenjähriger noch zu klein, um etwas Gehaltvolles beizusteuern. Erst am Ziel entwickelt dieser Teil der Geschichte Emotionalität und Tiefe.
Ich wusste nicht, worauf ich mich beim Hören einlies, kannte nur den Titel. Ich empfand das Buch als sehr gefühlvoll, ruhig, menschlich ohne verurteilen zu wollen, ohne erklären zu können uns eben durch sie Suche nach Vergangenheit und durch die Suche nach verstehen sehr tief berührend. Biographien werden ohne Dramatik erzählt, und genau das ist es, was mich bewegt. Ich fühlte mich verbunden, mit dem Vater, seiner Familie und mir kamen die Tränen weil das Buch vom Leben schreibt und was davon übrig bleibt. Ungeschönt, wirklich und wer zwischen den Zeilen zu lesen oder zu hören bereit ist, schaut in ungeschminkte Gesichter voller Falten und Lebenserfahrungen. Wir sind was wir sind. Und wer Mensch ist, ist mehr als viele andere.Danke auch David Nathan. Ihre Stimme nimmt mich immer mit...
Der schwedische Autor Danny Wattin erzählt in seinem ersten in seinem ersten in Deutschland veröffentlichen Roman die Familiengeschichte seiner jüdischen Vorfahren. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart macht sich Danny gemeinsam mit Vater und Sohn Leo auf den Weg nach Polen, um einen Schatz auszugraben, den sein Urgroßvater einst vor seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten vergraben haben soll. Während der langen Autofahrt und der immer wiederkehrenden Zankereien mit seinem rechthaberischen Vater erinnert sich Danny an die Schicksale seiner Vorfahren. Ein großer Teil der Familie kam durch den Holocaust um, doch einigen gelang auch die Flucht nach Schweden, wo sie dennoch in ständiger Angst vor Verfolgung lebten und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt wurden.Schließlich erreicht die kleine Reisegesellschaft das ehemalige Marienwerder und begibt sich auf Spurensuche. Was hat es mit dem namensgebenden "Schatz des Herrn Isakowitz" auf sich?Meine Meinung:Leider fand ich es extrem schwierig, die vorgestellten Personen richtig einordnen zu können. Abgesehen von Danny, seinen Eltern und seinem Sohn blieben die meisten der handelnden Personen blass für mich, obwohl ihre Lebensgeschichten oft bedrückend sind. Es gelang mir nicht, Personen an ihren Charakterzügen wiederzuerkennen, sondern immer nur anhand ihrer Lebenswege: "Ach ja, das war der, der nach Argentinien gegangen ist."In einer Rezension, die ich gelesen habe, wurde die Roadmovie-Handlung in der Gegenwart kritisiert: Zu wenig Ereignisse, zu viel Geplänkel. Diesen Vorwurf kann ich zum Teil nachvollziehen. Einerseits machten die ewigen stichelnden Bemerkungen, die sich Danny und sein Vater während der Reise an den Kopf werfen, Sinn für mich. Sie zeigten, wie anstrengend Danny die Beziehung zu seinem Vater mitunter empfindet, ungeachtet aller Liebe und Hochachtung, die er für ihn fühlt. Warum sein Vater so ist, wie er nun mal ist, versteht Danny erst zu einem späteren Zeitpunkt der Geschichte, als er mehr über die Beziehung seines Vaters zu dessen Vater erfährt.Andererseits passiert auf der Reise wirklich nicht genug, um den Titel "Roadmovie" zu rechtfertigen. Ein paar Mal verfährt man sich, weil Danny sich weigert, das moderne Navi zu benutzen, und das Essen in Polen ist für die drei Schweden ein kleines kulinarisches Abenteuer, aber damit hat es sich auch schon.Gut gefallen hingegen hat mir, über den zweiten Weltkrieg aus der Perspektive der nach Schweden geflohenen Juden zu erfahren. Dies war neu für mich; das schwere Los der Flüchtlinge trotz ihrer vergleichsweise "sicheren" Lage (anders als ihre Verwandten, die es nicht geschafft hatten, Deutschland zu verlassen) zum Beispiel hatte ich mir nie wirklich bewusst gemacht. In anderen Büchern, die den Zweiten Weltkrieg zum Thema haben, wurde Schweden immer als ein sicheres und friedliches Land dargestellt, in dem Menschen ein neues Leben beginnen und ihre schrecklichen Erfahrungen hinter sich lassen können. Wie dieses neue Leben aussehen kann, stellt Danny Wattin anschaulich dar.Das Thema "Schatzsuche" nimmt in dem Roman einen recht geringen Teil ein; wer sich darauf freut, von Menschen mit Werkzeugen zu lesen, die alte Gegenstände ausgraben, wird vermutlich enttäuscht werden.Insgesamt ließ sich "Der Schatz des Herrn Isakowitz" schnell durchlesen. Dennoch entwickelte der Roman keinen wirklichen "Sog" für mich: Durch die Sprünge in der Zeit und die unterschiedlichen Familiengeschichten wirkte alles etwas episodenhaft; wenn man zwischendurch mal unterbrechen muss, ist es nicht schlimm und stört auch den Lesefluss nicht.Wer Spannung sucht, wird hier vermutlich nicht fündig werden. Wer das Ganze mit dem Hintergedanken liest, eine relativ unbekannte Seite jüdischer Auswanderer-Schicksale kennenzulernen, schon eher.Ich habe das Buch bei einer Testleseaktion gewonnen und habe mich gut davon unterhalten gefühlt, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas: Eher "nett" als "mitreißend, humorvoll, berührend", wie der Roman im Klappentext angepriesen wird.
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